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Cebit 2010: IBM zeigt Power7

von WeDoWebSphere am 06.03.2010.

05.03.2010 Wer die momentan schnellste CPU der Welt sehen will muss nicht zu Intel oder gar AMD gehen, die ihre Acht- oder sogar Zwölfkerne hinter verschlossenen Türen dem Fachpublikum präsentieren, sondern zu IBM in Halle 2.

IBM hat es doch noch geschafft, eines der nagelneuen Power7-Systeme mit auf die CeBit zu bringen. Ein Power-750- und ein Power-770-Rackmount (IBM verzichtet mit der neuen Generation auf den Buchstaben "p" und schreibt "Power" nun wieder aus) finden sich neben einigen Power6-Einschüben im Rack auf dem IBM-Stand in Halle 2.

Mit dem nur Stunden früher vorgestellten Power7 hat IBM nicht nur Intels Launch der um Jahre verspäteten "Tukwila" Itanium-Vierkerne kräftig verhagelt, sondern auch ein ganz klares Zeichen gesetzt, dass man die Power-Linie weiterhin mit Nachdruck vorantreiben will. Mit bis zu acht Kernen und bis zu 4,1 Gigahertz ist der Power7 verfügbar. Jeder Kern kann ganze vier Threads gleichzeitig abarbeiten (SMT, bei Intel mit zwei Threads auch Hyperthreading genannt), und verfügt obendrein auch noch über satte 12 Execution Units (Power6: 9), darunter 2 Integer-Rechenwerke, ein Dezimal-Rechenwerk, eine Vektor-Recheneinheit und ganze vier FMAC-fähige Fließkommaeinheiten mit doppelter Präzision. Jeder Kern hat somit bis zu 33 GFLOPS Rechenleistung, alle acht kommen auf 265 GFLOPS. Da soviel Rechenpower auch gefüttert werden will, bindet jeder Power7 über zwei integrierte Vierkanal-Speichercontroller DDR3-RAM mit 100 GByte/s Bandbreite an. Einen Turbo-Modus ähnlich wie in Intels Core i-Serie, mit dem der Power7 bei wenig Threads einzelne Kerne übertaktet, hat IBM ebenfalls eingebaut. Dieser "TurboCore"-Modus ist allerdings manuell vom Administrator zu aktivieren, einige Kerne werden dann schlafen gelegt und die arbeitenden um bis zu 50% übertaktet.

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